Königswürden

Der erste dokumentierte große König aus dem Jahr 1673 ist H. Koch. Im Lauf der Jahrhunderte wurde dieser Königstitel mit verschiedenen Waffenarten und Distanzen ausgeschossen.

Nach der Wiedergründung der HSB wurde im Jahr 1950 mit dem Luftgewehr 12m stehend freihand geschossen. Seit nun mehr als 60 Jahren wird Großer König, der auf 100m (Auflage) mit dem vereinseigenen Traditionsfeuerstutzen im Kaliber 8.14×46 den besten von zwei Teilern hat.

Das Königshaus wird vom Großen König angeführt und hat althergebrachte Rechte und Pflichten. So darf er in seinem Namen einen Königsbaum in der Stadt Helmstedt pflanzen. Im Rahmen des Königsessens an Pfingstsonntag hält er eine Königsrede vor seinem “Gefolge”.

Zu Beginn der Königsaufzeichnung gab es den sogenannten “Schoßkönig” anstelle des heutigen Kleinen Königs. Im Gegensatz zum Kleinen König wurde Schoßkönig der zweite Platz des Großen Königs. Er wurde mit einem Kranz, bzw. eine Schärpe ausgezeichnet.

1887 stiftete der Schoßkönig Heinrich Schrader einen silbernen Vogel für die Kleine Königskette. Damit war der Kleine König geboren und wurde über Jahre mit dem Kleinkalibergewehr auf 50m (Auflage) ausgeschossen.

Seit 1960 wird Kleiner König, der auf 100m (Auflage) mit dem Kleinkalibergewehr den besten von zwei Teilern hat.

Ähnlich wie der damalige Türkenkönig, wird der Jagdkönig mit einem Kleinkalibergewehr auf ein bewegtes Ziel (laufender Keiler, 50m) ermittelt.

Im Jahr 1887 wurde eine Silberkette für den Türkenkönig gestiftet. Die letzte Türkenscheibe wurde im Jahr 1914 ausgeschossen.

Seit über 100 Jahren findet das Jagdkönigsschießen unverändert statt.

Die weiblichen Mitglieder dürfen seit 2018, nach Antrag der Damen, um diese Würde mitschießen.

Erst seit 1960 dürfen die weiblichen Mitglieder der Schützenbrüderschaft einen Königstitel – die Königin – erringen.  Die erste Königin wurde Renate Kirchmann mit dem Luftgewehr auf 10m.

In den Folgenjahren griffen die Damen zum Kleinkalibergewehr. Bis heute wird die Königin wie der Kleine König (100m, Auflage, bester von zwei Teilern) ausgeschossen.

Der erste Jugendkönig der HSB wurde 1960 H. G. Kwiatkowski.

Grundsätzlich wird der Jugendkönig/in auf 10m (Auflage) mit dem Luftgewehr mit dem besten von zwei Teilern ausgeschossen. Jedes Mitglied, ob männlich oder weiblich, zwischen 12-20 Jahre kann teilnehmen.

Erstmals 1933 hat das Volk am Königsschießen teilgenommen.

Ausschließlich Bürger/innen der gesamten Stadt Helmstedt, sofern sie kein Mitglied im Deutschen Schützenbund sind, dürfen mit dem Kleinkalibergewehr (50m) mitschießen.

Aus beliebig vielen Schüssen wird der Schütze mit dem besten Teiler Volkskönig/in. 

Die jüngste Königswürde wird seit knapp 30 Jahren mit dem Luftgewehr (10m, Auflage) ausgeschossen. Die Teilnehmer unterscheiden sich zum Volkskönig/in im Alter. Die Bürger/innen dürfen zwischen 12 und 17 Jahre sein.

Helmstedter Schützenbrüderschaft
von 1370 e.V.

Maschweg 9
38350 Helmstedt